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Arbeiten bei der Polizei

Hallo!

Heute mal wieder ein Paddyland Post.

Am letzten Mittwoch ganz früh am morgen, habe ich Lisa zusammen mit ihren Gasteltern zum Flughafen gebracht und mich von ihr verabschiedet. Aber wir werden uns schon bald in Deutschland wiedersehen.
Damit bin ich nun der Letzte und damit einzigste Austauschschüler in Halstead.

Lisas Hostvater (Mike) ist Polizist in Newton, und da mich der Beruf eines Polizisten in Amerika fasziniert, hat er mich gefragt ob ich nicht ihn auf seiner Nachtschicht heute Abend begleiten will. Natürlich wollte ich!!!

Er hat mich dann also so um 18 Uhr mit seinem Polizeiauto abgeholt. Er in vollem Anzug: Pistole, Taser (Schocker), Handschellen, Taschenlampe, Schlagstock und schusssichere Weste.  Das macht schon Eindruck.

Zusammen sind wir dann in einer 12 Stunden Schicht (von 18:00Uhr bis 6:00Uhr!) in Newton Streife gefahren und haben erstmal nach Verkehrssündern gesucht.

Unser Polizeiauto

Unser Polizeiauto


Im Auto war alles High-Tech: Computer an Bord, 2 Radargeräte zur Geschwindigkeitsmessung und vieles mehr.

Wann immer wir einen Fahrer erwischt haben der irgendetwas falsch gemacht hat (nicht blinken, etc.) wurde das Blau-Rote Rundumlicht eingeschaltet und der Verkehrssünder angehalten (wie man das so bei uns aus dem Fernsehen kennt). Mike hat über den Polizeifunk, das Kennzeichen durchgegeben und so weitere Informationen über das Auto und den Fahrer erhalten.

Mike ist dann ausgestiegen, hat mit dem Fahrer über seinen Fehler gesprochen, die Versicherung und Fahrerlaubnis überprüft und weiter ging es (meist ohne Strafe).

Sprechen mit dem Fahrer

Sprechen mit dem Fahrer

Die Nacht war eher ruhig. Ich musste natürlich aus Sicherheitsgründen die ganze Zeit im Polizeiauto bleiben.

Später wurden wir dann zu einem Autounfall gerufen! Rundumlicht an und los gings – Vollgas über den Highway! Wow!
Eine Frau war im Straßengraben gelandet, ihr war aber zum Glück nichts weiter passiert.
Das ‘Highlight’ des Abends war, dass wir jemanden angehalten haben, weil er an einem Stop-Schild nicht angehalten hat und sich dann bei der Kontrolle herausstellte, dass der Fahrer gar keine Fahrerlaubnis besaß! Wir haben dann über Funk Verstärkung gerufen und der Mann ging für 24h ins Gefängnis!

Insgesamt denke ich ist Mikes Job sehr interessant, spannend und abwechslungsreich, aber auch recht gefährlich, jedenfalls nach den ganzen verrückten Geschichten zu urteilen, die er mir während der Nachtschicht erzählte.

Es war eine lange und tolle Nacht und ich war ganz schön müde als ich morgens gegen 6:30 Uhr wieder zu Hause war. Ich habe dann erstmal bis 12:30 Uhr geschlafen.

Am kommenden Wochenende fahre ich zusammen mit Amy’s Tochter und deren Mann zelten. Das wird bestimmt auch nochmal ein tolles Erlebnis. Ich werde davon im nächsten Post berichten!

Liebe Grüße,

Pat.

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